Erste Schritte in der Partei

Dorothee Brandt und Achim Post in Lavesloh
Gemütliches Zusammensein mit dem Bundestagskandidaten Achim Post bei der Museumsbahnfahrt zum SPD Bahnhofsfest in Lavelsloh.
Hier traf Dorothee den SPD Europa-Fraktionschef Martin Schulz.
Für Dorthee geht der Rahdener Stadtverbandsvorsitzender Torsten Kuhlmann gerne in die Hocke.
Für Dorthee geht der Rahdener Stadtverbandsvorsitzender Torsten Kuhlmann gerne in die Hocke.

Torsten: Wie lange bist Du nun schon Mitglied in der SPD-Rahden?

Dorothee: Seit einem Jahr. Einige Monate zuvor durfte ich bereits als Gast an verschiedenen öffentlichen, wie auch internen, Sitzungen teilnehmen. Bei diesen Sitzungen konnte ich mich einbringen und hatte von Anfang an das Gefühl, dass man mich ernst nimmt.
Auch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass etwas nicht offen gesagt wurde.
Ende 2008 bin ich dem Ortsverein Rahden beigetreten, hier habe ich seitdem viel Professionalität und Solidarität kennengelernt.

Torsten: Dorothee, wie bist Du auf die Idee gekommen in die SPD einzutreten?

Dorothee: Bereits in meiner Jugend interessierte ich mich für Politik. Seit jeher vertrete ich die Meinung, dass es niemandem hilft, wenn man sich nur fortwährend über Missstände der Gesellschaft beschwert. Mein Motto lautet: „Anpacken, auch wenn man manchmal aneckt“. Nur so kann man wirklich selber etwas an unserer Situation ändern.
Für mich gehören die, bereits teilweise „überholten“ Grundwerte wie Gerechtigkeit, Solidarität und Freiheit zu den wichtigsten Dingen im Leben.

Als Jugendliche gelang es mir nicht einen Draht zu irgendeiner Partei zu finden. Es mangelte daher schon an einem notwendigen ersten Kontakt.

Mit 30 Jahren, mittlerweile verheiratet und Wahl Rahdenerin, lernte ich Bernd Höinghaus kennen. Bernd ist für die Rahdener SPD in der Ratsfraktion vertreten. Durch ihn nutzte ich die Gelegenheit, so viele Informationen über die SPD wie möglich zu bekommen.
Bald nahm er mich zu einer Ortsvereinsvorstandssitzung mit. Einige Monate nutzte ich die Gelegenheit, mich als Gast ungezwungen in der Partei bewegen zu können. Während dessen überlegte ich für mich, ob meine Prinzipien mit denen der SPD übereinstimmen. Ich definierte Ziele und wog den Zeitaufwand mit meiner Einsatzbereitschaft ab. Entweder ganz oder gar nicht.

Torsten: Du hast noch einen richtigen Beruf, oder?

Dorothee: Genau genommen habe ich sogar 2 Berufe und eine Passion.

Ich arbeite als Fachkraft in einer offenen Ganztagsschule in Lübbecke. Hier verbringe ich ca. 20 Wochenstunden.
Gleichzeitig bin ich als Pferdetrainerin und Reitlehrerin selbständig tätig, gebe hier praktischen wie auch theoretischen Unterricht. Vor kurzem habe ich zu meinem Thema den ersten VHS-Kursus veranstaltet.

Daneben kümmere ich mich noch um meine 2 Pferde und studiere Pferdekom-munikation.

Ob ich nun mit Kindern, Pferden oder Erwachsenen arbeite, es gibt doch immer eine große Gemeinsamkeit: Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Mir ist es absolut wichtig, dass niemand etwas tut, nur weil ich es möchte. Man kann jemanden nur sinnvoll dazu bringen sich freiwillig zu bewegen, indem man ihn intrinsisch motiviert.
Für mich sind nur überzeugende Argumente wichtig, Halbwahrheiten, Lippenlärm oder gar Blendereien lehne ich strikt ab.

Torsten: Superwahljahr 2009 wie war das für Dich?

Dorothee: Nun als Neuling in der SPD und in der Politik gibt es eine Menge zu lernen. Wer wird wann, wie, von wem und warum gewählt? Wer sind eigentlich die Kandidaten und für welche Ämter kandidieren sie?
Claus-Dieter Brüning, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Rahden, beantwortete geduldig und zuverlässig meine vielen Fragen.
Ich beteiligte mich aktiv an vielen Straßenwahlveranstaltungen. Hier hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit öffentlich für meine Überzeugung einzutreten. Zum ersten Mal führte ich Gespräche mit Bürgern, ging von Tür zu Tür und erlebte durchweg positive Resonanzen.
Besonders gerne habe ich den Bürgermeisterkandidaten Dieter Gronert unterstützt. Stets fachlich kompetent, ehrlich und authentisch, so habe ich Dieter Gronert kennen gelernt.
Gleiches gilt auch für die beiden Kreistagskandidaten Günter Meyer und dich, Torsten.
Besondere Freude hat es mir auch bereitet, zusammen mit Achim Post (Kandidat für den Bundestag) Nelken für die Bürger zu verschenken.

Torsten: Nun hat die SPD als Volkspartei im Gesamtergebnis schlecht abgeschnitten. Bist du trotzdem noch von der SPD überzeugt?

Dorothee: Nur weil etwas mal nicht so gut läuft, schreibe ich eine Sache noch lange nicht ab.
Ohne eine Krise gibt es keine Veränderung. Meiner Meinung nach erfährt ein System aus dem Inneren heraus erst dann eine Verbesserung, wenn dass bisherige System in Frage gestellt wird. In einer Krise stecken eben die besten Chancen. Von daher bin ich doch weiterhin gut bei der SPD aufgehoben.
Kommunalpolitisch war das Wahlergebnis auch gar nicht schlecht. Dies macht deutlich, wie sehr die Bürger zwischen der Bundespolitik und Regionalpolitik differenzieren. Für die Stadt Rahden setzt sich die SPD stark und erfolgreich ein. Die Arbeit im Ortsvereinsvorstand, sowie in der Fraktion sind zielorientiert, klar strukturiert und fachlich. Besonders erwähnen möchte ich hier die guten Ergebnisse der SPD im Stadtrat.

Torsten: Dorothee, wie bist Du sachkundige Bürgerin geworden und was planst Du für Deine Zukunft?

Dorothee: Vor der Kommunalwahl habe ich aktiv für mich geworben. Dabei bin ich viele Kilometer gelaufen und habe viele Gespräche mit interessierten Bürgern in meinem Wahlbezirk geführt. Hierbei überzeugte ich einige meiner Gesprächspartner von meiner Person. Während dieser Zeit erfuhr ich von meinen Genossen viel Rückhalt, Zuspruch und Professionalität. In meinen Wahlbezirk hatte ich das zweitbeste Ergebnis aller angetretenen Kandidaten. Die nächsten Jahre werde ich daran arbeiten, mein damaliges Ergebnis zu verbessern.
Als sachkundige Bürgerin geht es jetzt für mich darum, mich mit der Arbeitsweise des Rates vertraut zu machen und den Bürgern, die mich gewählt haben ihren Vertrauensvorschuss zurückzugeben.

Besonders freue ich mich auf die zukünftige Arbeit mit dem Fraktionsvorsitzen der SPD Friedrich Schepsmeier. Ich bin überzeugt, dass ich von ihm viel lernen kann.

Torsten: Dorothee, ich bedanke mich für das Interview und die Offenheit. Wir freuen uns über jedes aktive Neumitglied und wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner Arbeit im Ortsverein und Fraktion. Schöne Weihnachtstage und ein gutes Jahr 2010 wünsche ich Dir!

Dorothee: Ich freue mich auf die kommenden Herausforderungen und bedanke mich für das Gespräch.